Ratgeber · Haushalt

Putzen mit Rückenschmerzen, Rollator oder Rollstuhl: So geht es schonender

Wer körperlich eingeschränkt ist, kennt das: Nach dem Putzen tut alles weh. Mit den richtigen Hilfsmitteln und einer klugen Einteilung wird Hausarbeit leichter. Den Rest dürfen Sie getrost abgeben.

Eine Helferin bezieht ein Bett, eine ältere Dame sitzt daneben auf einem Stuhl
Symbolbild

Unser Verein heißt nicht zufällig „Selbsthilfe Körperbehinderter“. Viele unserer Klientinnen und Klienten leben mit Arthrose, Rückenproblemen, nach einem Schlaganfall oder mit Rollator und Rollstuhl. Sie möchten so viel wie möglich selbst machen. Das ist gut so, denn Bewegung im Alltag hält fit. Wichtig ist nur, sich dabei nicht zu überfordern.

Kräfte einteilen

Stellen Sie sich Ihre Kraft wie ein Tagesbudget vor. Jede Aufgabe kostet etwas davon. Planen Sie deshalb anstrengende Arbeiten für die Tageszeit, zu der Sie sich am fittesten fühlen. Für viele ist das der Vormittag. Wechseln Sie schwere und leichte Aufgaben ab und machen Sie Pausen, bevor Sie erschöpft sind, nicht erst danach.

Die richtigen Hilfsmittel

  • Lange Stiele: Handfeger und Kehrschaufel mit langem Stiel, Wischmopp mit Teleskopstiel
  • Greifzange: zum Aufheben, ohne sich zu bücken
  • Leichter Akku-Staubsauger: kein Kabel, kein Schleppen
  • Sprühflaschen statt Eimer: kein schweres Wasser tragen
  • Rollwagen oder Servierwagen: Geschirr und Wäsche fahren statt tragen
  • Rollator-Tablett oder -Korb: so bleiben beide Hände am Griff

Rückenschonend arbeiten

Gehen Sie in die Knie statt sich zu bücken, und halten Sie Lasten nah am Körper. Drehen Sie sich mit den Füßen, nicht aus der Hüfte. Beim Wischen und Staubsaugen hilft ein aufrechter Stand mit kleinen Bewegungen, statt weit nach vorne zu greifen. Arbeitsflächen in der richtigen Höhe sparen viel Kraft.

Mit Rollator unterwegs in der Wohnung

Lassen Sie den Rollator nicht los, um schnell etwas zu greifen. Stellen Sie Dinge, die Sie oft brauchen, so hin, dass Sie sie mit einer Hand vom Rollator aus erreichen. Wege zwischen Möbeln sollten breit genug sein. Teppichkanten sind gefährlich, mehr dazu in unserer Checkliste Wohnung sturzsicher machen.

Im Rollstuhl den Haushalt machen

Viel hängt von der Höhe ab. Unterfahrbare Arbeitsflächen und Spülen, Schubladen statt tiefer Schränke und ein Spiegel, der auch im Sitzen passt, machen den Alltag leichter. Was oben im Schrank steht, wird selten gebraucht. Tauschen Sie es gegen Dinge aus den unteren Fächern.

Was Sie abgeben sollten

Manche Arbeiten sind mit Einschränkungen einfach zu riskant oder zu anstrengend:

  • Fenster putzen und Gardinen auf- und abhängen
  • Betten beziehen und Matratzen wenden
  • Bad und Dusche gründlich putzen
  • Schwere Einkäufe und Getränke tragen
  • Den Großputz vor Feiertagen oder Besuch

Das heißt nicht, dass Sie nichts mehr selbst machen. Viele unserer Klienten arbeiten gemeinsam mit der Helferin: Sie legen die Wäsche zusammen, die Helferin hängt sie auf. Sie schreiben den Einkaufszettel, die Helferin trägt die Taschen. So bleiben Sie aktiv und sparen trotzdem Kraft.

Gut zu wissen: Hilfe im Haushalt durch ein anerkanntes Angebot bezahlt die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 über den Entlastungsbetrag von bis zu 131 € im Monat. Bei SKWT kostet eine Stunde 25 €. Damit sind gut 5 Stunden im Monat ohne Zuzahlung möglich.

Noch kein Pflegegrad?

Wer dauerhaft Hilfe im Alltag braucht, hat oft Anspruch auf einen Pflegegrad, auch mit einer körperlichen Behinderung und in jüngeren Jahren. Wie Sie ihn beantragen, erklären wir Schritt für Schritt in Pflegegrad beantragen.

Unterstützung aus Ihrer Nachbarschaft

Die Helferinnen und Helfer von SKWT kommen in Waldshut-Tiengen, Bad Säckingen, Wehr, Laufenburg und der ganzen Region zu Ihnen nach Hause. Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet sowie haftpflicht- und unfallversichert. Bei regelmäßiger Hilfe kommt immer dieselbe Person, damit Sie sich nicht ständig an jemand Neues gewöhnen müssen.

Hilfe im Haushalt in Waldshut-Tiengen und am Hochrhein

SKWT e.V. hilft ab Pflegegrad 1 im Haushalt, beim Einkaufen und als Begleitung. Wir rechnen direkt mit der Pflegekasse ab, im Rahmen der 131 € Entlastungsbetrag ohne Zuzahlung.

07751 9212158

Mo–Do 9–12 Uhr · auch per WhatsApp · info@sk-wt.de

Stand: 23. Oktober 2026. Quellen:Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Sozialberatung. Verbindliche Auskünfte gibt Ihre Pflegekasse.

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