Ratgeber · Haushalt

Haushalt im Alter leichter machen: 10 Tipps aus der Praxis

Der Rücken zwickt, die Treppe wird steiler, der Wäschekorb schwerer. Mit ein paar einfachen Kniffen bleibt der Haushalt trotzdem gut zu schaffen. Und wo es allein nicht mehr geht, gibt es Hilfe.

Eine Helferin und eine ältere Dame legen gemeinsam Handtücher zusammen
Symbolbild

Viele ältere Menschen im Landkreis Waldshut möchten so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben. Das klappt am besten, wenn der Haushalt nicht zur täglichen Kraftprobe wird. Unsere Helferinnen und Helfer sind jede Woche in vielen Haushalten zwischen Waldshut-Tiengen, Bad Säckingen und St. Blasien unterwegs. Aus dieser Erfahrung haben wir zehn Tipps gesammelt, die wirklich helfen.

1. Nicht alles an einem Tag

Wer am Samstag die ganze Wohnung putzen will, ist am Sonntag erschöpft. Besser: jeden Tag eine kleine Aufgabe. Montag Bad, Dienstag Küche, Mittwoch Staubsaugen. So bleibt die Wohnung sauber, und der Körper wird nicht überfordert.

2. Ein fester Wochenplan

Schreiben Sie die Aufgaben auf einen Zettel und hängen Sie ihn an den Kühlschrank. Das entlastet den Kopf. Abhaken macht außerdem Freude. Auch Angehörige sehen auf einen Blick, wo sie helfen können.

3. Leichte Geräte statt schwerer Technik

Ein schwerer Staubsauger auf der Treppe ist eine Sturzgefahr. Ein leichter Akku-Staubsauger oder ein Handstaubsauger für zwischendurch erleichtert vieles. Für den Boden gibt es Wischmopps mit Teleskopstiel und Auswringhilfe, dann müssen Sie sich nicht bücken.

4. Bücken und Strecken vermeiden

Was Sie oft brauchen, gehört in Griffhöhe, also zwischen Hüfte und Schulter. Schwere Töpfe nach unten in die Schublade, leichte Dinge nach oben. Eine Greifzange hilft beim Aufheben. Auf Stühle oder wackelige Leitern steigen Sie bitte nicht. Für Gardinen und hohe Schränke holen Sie sich Hilfe.

5. Im Sitzen arbeiten

Gemüse schneiden, Wäsche zusammenlegen, Bügeln: Vieles geht genauso gut im Sitzen. Ein stabiler Stuhl am Küchentisch schont Rücken und Knie.

6. Die Wäsche leichter machen

Lieber zweimal einen halben Korb tragen als einmal einen vollen. Ein Wäschekorb auf Rollen oder ein Wäscheständer direkt neben der Waschmaschine spart Wege. Viele Kleidungsstücke müssen nicht gebügelt werden, wenn man sie glatt aufhängt.

7. Einkaufen mit Plan

Ein Einkaufszettel nach Reihenfolge im Laden spart Zeit und Kraft. Ein Einkaufstrolley ist leichter als zwei Taschen. Schwere Getränkekisten können Sie sich vom Getränkemarkt liefern lassen.

8. Weniger Dinge, weniger Arbeit

Jede Vase und jedes Deckchen muss abgestaubt werden. Behalten Sie, was Ihnen wirklich Freude macht. Weniger Dinge auf dem Boden bedeuten auch weniger Stolperfallen.

9. Pausen einplanen

Trinken Sie zwischendurch ein Glas Wasser und setzen Sie sich fünf Minuten hin. Das ist keine Schwäche, sondern klug. Gerade wer Schmerzen hat oder schnell müde wird, schafft mit Pausen am Ende mehr.

10. Hilfe annehmen

Der wichtigste Tipp zum Schluss: Sie müssen nicht alles allein schaffen. Viele Menschen warten zu lange, weil sie niemandem zur Last fallen wollen. Dabei kann Hilfe im Haushalt mehr Kraft für die schönen Dinge lassen: für den Spaziergang am Rhein, den Besuch der Enkel oder einfach eine Tasse Kaffee in Ruhe.

Gut zu wissen: Wer einen Pflegegrad hat, ab Pflegegrad 1, bekommt von der Pflegekasse den Entlastungsbetrag von bis zu 131 € im Monat. Damit lässt sich Hilfe im Haushalt durch ein anerkanntes Angebot bezahlen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Haushaltshilfe über die Pflegekasse.

Wann ist es Zeit für Unterstützung?

Ein paar Anzeichen: Die Wohnung wird nur noch „oberflächlich“ sauber. Die Wäsche bleibt liegen. Der Einkauf ist nur noch mit Mühe möglich. Oder Angehörige merken, dass sie selbst an ihre Grenzen kommen. Dann lohnt sich ein Gespräch, für Sie selbst oder für Ihre Eltern.

Bei SKWT kommen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der Region zu Ihnen nach Hause. Sie helfen beim Putzen, bei der Wäsche und beim Einkaufen, begleiten zum Arzt oder haben einfach Zeit für ein Gespräch. Bei regelmäßiger Hilfe kommt immer dieselbe Person. Was das kostet, sehen Sie in unserem Stundenrechner.

Hilfe im Haushalt in Waldshut-Tiengen und am Hochrhein

SKWT e.V. hilft ab Pflegegrad 1 im Haushalt, beim Einkaufen und als Begleitung. Wir rechnen direkt mit der Pflegekasse ab, im Rahmen der 131 € Entlastungsbetrag ohne Zuzahlung.

07751 9212158

Mo–Do 9–12 Uhr · auch per WhatsApp · info@sk-wt.de

Stand: 23. Oktober 2026. Quellen:Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Sozialberatung. Verbindliche Auskünfte gibt Ihre Pflegekasse.

Eine Beratung bestellen

Uns kontaktieren